Genau wie bei den Michelin-Sternen brauchte Hotel-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg etwas Zeit, um wieder an die Spitze zu kommen. Dort ist das Land nun schon länger angekommen.

Die deutsche Hotellandschaft gehört zu den eindrucksvollsten der Welt. Das zeigt sich schon an der Präsenz unter den “Leading Hotels of the world” . Dort haben sich 375 Hotels zusammengeschlossen. Die Auszeichnung besonders überragender Hotels geht auf das Jahr 1928 zurück nd noch nie waren so viele deutsche Häuser in dem feinen Club wie heute.

Adel verpflichtet

Das Hotel Adlon Kempinski (Berlin) kann hier beispielhaft stehen. Es wurde zum „World`s Leading Luxury Historic Hotel 2011“ gewählt.

1945 war der Bau weitgehend niedergebrannt. Ende der 90er-Jahre dann die Wiedereröffnung. Man spürte den Ehrgeiz, schnell wieder als bestes Hotel Deutschlands anerkannt zu werden. Natürlich spielte da auch die Premiumlage am Brandenburger Tor eine Rolle. Allein das Adlon Day Spa zieht sich über drei Stockwerke.

Ausgezeichnete Restaurants

Da ist auch der Preis nach oben offen. Die 5-Zimmer-Suite kostet 12 500 Euro pro Nacht, persönlicher Butler und unbegrenzter Limousinen-Service inbegriffen.

Parallel zur Renaissance der deutschen Hotellerie, feierte auch die Hochküche große Erfolge.

Mehr als 280 Sterne-Restaurants Restaurants gibt es in Deutschland.

Mit mindestens elf Drei-Sterne-Kategorie darf sich Deutschland höchst-besterntes Land nach Frankreich nennen. Besser als Japan oder die USA.

Nord/Süd-Gefälle

Dabei gibt es in der Hochküche einen klaren Abfall vom Norden Richtung Südwesten, wo die Mehrzahl der Sterne-Restaurants sitzt. Im südwestlichen Baiersbronn etwa sind gleich zwei Drei-Sterner ansässig, unter anderem die graue Eminenz der deutschen Küche.

Harald Wohlfahrt, Küchenchef der “Schwarzwaldstube” hat viele Jahre gekämpft, um die deutsche Küche vom alten Mief zu befreien. Er hat es geschafft.