Städte wehren sich gegen das Erolgsmodell Airbnb

Mit dem Mangel begann alles. 2007 gab es in San Franzisko kein einziges Hotelzimmer mehr. Was tun? Drei pfiffige Studenten hatten die Idee, Luftmatratzen in Privatzimmern auszulegen. Genannt wurde die unbekannte Hotel-Version “AirBed and Breakfast”, was als Abkürzung Airbnb Weltkarriere machte.

Die Gäste waren dankbar und die Idee war geboren. Man konnte ja auch die ganze Wohnung anbieten. Joe Gebbia, Nathan Blecharzcyk und Brian Chesky richteten eine Webseite ein und 2008 wurde mit 16 Unterkünften gestartet.

Die Hotels müssen draufzahlen

Und heute gehören 300 Millionen Reisende gehören zu den Kunden, in 200 Ländern. Der Marktwert kletterte auf 31 Millionen Dollar.

Die Zahlen können nicht lügen, Reisende mögen die Idee. Was die Hotels natürlich stört: Airbnb vermittelt mehr Touristennächte als die fünf führenden Hotelketten zusammen. Das Home-Sharing kostet die Hotels also viele Kunden.

In Airbnb-Hochburgen, wie etwa in Paris, ist die soziale Kritik am deutlichsten: Die Airbnb-Touristen verknappen und verteuern Wohnraum. Selbst die lokale Bevölkerung demonstrierte schon in Barcelona und Palma de Mallorca.

Die Städte bleiben wachsam

Barcelona griff als erste Stadt durch: Sie drohte Airbnb eine Strafe von immerhin 600.000 Euro an, weil Wohnungen ohne Lizenz vermittelt wurden. 2017 dann der Kompromiss: Airbnb vermittelte nicht mehr ohne Lizenz. In Paris dürfen Privatleute im Zentrum nur noch 120 Tagen im Jahr ganze Wohnungen vermieten in Amsterdam liegt das Limit bereits bei 30 Tagen.

Airbnb ist nicht zu bremsen

Unter dem internationalen Druck musste sich Airbnb flexibel zeigen: die Plattform meldet etwa Anbieter, die nicht registriert sind. Oder sie müssen eine spezielle Steuer zahlen, wie in Dortmund oder Wien. Die Finanzämter wollen kontrollieren, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Airbnb lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und behält die Gewinne scharf im Blick. Die Flucht geht nach oben, in den Luxusbereich. “Airbnb Plus” kommt einem Luxushotel schon nahe – natürlich viel billiger. Das Unternehmen will bis 2028 die Schwelle von einer Milliarde Reisen im Jahr erreichen.

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