Recent news: Gegenwind von Berlin bis New York für AirB’nB

Mitttlerweil hat sich der nicht unumstrittene Ferienwohnungsanbieter Airb’nB etwas luxuriöses ausgedacht: eine eigene Abteilung für private Wohnungsangebote mit Pool.

Städte wehren sich gegen AirB’nB

Das ist eine klare Kampfansage an Hotels, selbst an 4-Sterne-Hotels. Weil die amerikanische Plattform etwa in Deutschland kaum Steuern zahlen, sind sie natürlich auch billiger als Hotels. Nun wollen sich Städte, denen Wohnraum verloren

geht wehren.

Kontrolle ist besser

So zum Beispiel in Berlin: Die deutsche Hauptstadt nennt das “Zweckentfremdung von Wohnraum” und geht dagegen vor. Wer seine ganze Wohnung vermieten will, muss dies der Stadt melden und alles genehmigen lassen. So sollen Kontrollen erleichtert werden.

Ab 2019 darf in Amsterdam eine Wohnung nur noch an 30 Tagen im Jahr an Touristen vermietet werden. Diese Regelung löst dann die geltenden 60 Tage ab.

Oft zählt die gute Absicht

In London ist das Maximum 90 Tage im Jahr.

In Paris sind die Regeln streng – werden aber kaum eingehalten. Die Seine-Metropole ist die Stadt mit den weltweit meisten AirBnB-Betten. In fünf Jahren hat die Kapitale deshalb 20.000 Mietwohnungen verloren, meist an Touristen-Anbieter.

In Palma de Mallorca ist der Bürgermeister überhaupt nicht gut auf AirBnB zu sprechen. Die Mieten sind in fünf Jahren um 40 Prozent gestiegen, unter anderem wegen Airbnb. Palma macht deshalb jetzt gegen Kurzzeitvermietungen mobil. In der Stadt dürfen ganze Wohnungen jetzt gar nicht mehr Touristen-vermittelt werden. Einfamilienhäuser können von Touristen nur gemietet werden, wenn sie nicht auf ländlichem Boden stehen – oder in unattraktiven Lagen, wie in Gewerbegebieten.

Geschäftemacher ausgebremst

Auch New York, Heimat von AirbnB, können Mehrfamilienhäusern nicht länger als 30 Tage an Touristen vermietet werden – wenn der Gastgeber nicht da ist. Vermietungen sollen grundsätzlich für “dauerhafte Bewohnung” genutzt werden. Ausnahme: Wenn der Gastgeber mit den Touristen wohnt, gibt es keine Einschränkungen.

Bei Airbnb gibt es in New York außerdem die Regel “Ein Gastgeber, ein Zuhause”. Also darf ein Vermieter nur eine Wohnung auf der Touristen-Plattform anbieten. Das verhindert, dass Geschäftemacher einen ganzen Park an Touristenwohnungen anbieten.

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