Der ultimative Hotel-Luxus mitten in den Alpen ?

In den Schweizer Alpen gibt es das etwas andere Hotel: ein Zimmer, aber ohne Wände und ohne Dach (und ohne eigene Dusche oder Toilette). Kein Wunder, es nennt sich auch Null-Sterne-Hotel.

Dahinter stecken keine hochbezahlten Hotel-Manager, sondern ein Künstler-Zwillingspaar.

In den Bündner Alpen auf 1700 Meter kann jeder übernachten, der 230 Euro dafür übrig hat. Der einzige Luxus, den es dafür gibt, ist ein Butler, der morgens und abends vorbeischaut. Diesen minimalistischen Luxus leisteten sich schon ein Paar, das per Hubschrauber einflog, und ein frischvermähltes Hochzeitspaar.

Vom Bunker ins Himmelbett

Dahinter stecken die Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin, ein Zwillingspaar. Sie suchten den Weg zu einem “anderen Luxus”, wie sie es schon zwischen 2008 und 2010 bei St. Gallen machten. Da konnten Wagemutige in einem fensterlosen Bunker unterirdisch schlafen. Für weniger als 18 Euro gab es sogar Toilette und Dusche. Das Alpen-Erlebnis wollte sich allerdings nicht einstellen. Der tiefe Preis störte die Künstler allerdings, denn da fehlte ein Kennzeichen von Luxus.

Bei Kälte und Nässe geht es in den Stall

Das Bett ist so gut wie den ganzen Sommer über ausgebucht, was die Theorie des Künstlers Rechsteiner bestätigt: Die einmalige Bergwelt hautnah zu erfahren könne der größte Luxus sein. Allerdings darf bei Temperaturen unter sechs Grad nicht in dieser Natur geschlafen werden. In diesem Fall können die Touristen in einem naheliegenden Stall unterkommen. Das ist zwar nicht das Ziel der Reise gewesen, aber wer will schon im strömenden Regen schlafen?

Ohne Abenteuerlust geht nichts

Dort gibt es viel Lokalkolorit, aber kaum Handyempfang.

Die Infobroschüre gibt zu bedenken: „Es braucht schon etwas Abenteuerfreude, Naturverbundenheit und Bereitschaft auf Komfort zu verzichten. Dafür lockt ein fantastisches Sternenzelt.”

Die Künstlerbrüder Riklin planen bereits fürs kommende Jahr eine Ausweitung der Alpenbett-Experience: Zusammen mit regionalen Tourismusverbänden schleppen sie Betten auch in andere Täler der Schweiz.

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